Nora 10 Monate in Tschechien
Weihnachten. Unmengen Kekse. Trampen und meine ersten Versuche im tschechischen Fernsehen

Viel ist in letzter Zeit passiert und waehrend ich diese Zeilen tippe, faellt mir auf, wie oft ich doch diesen Satz schon geschrieben habe. Aber hier kommt man ja aus dem Erleben nicht heraus. Da mir jetzt aber kaum die Zeit bleibt, ausfuehrlich zu berichten, reisse ich alles nur einmal kurz an.

Vor zwei Wochen habe ich das Wochenende in Ostrava verbracht, und dabei mal wieder unendlich viele Freiwillige kennengelernt und getroffen. Die Fahrt nach Ostrava war schon ein kleines Abenteuer ansich. Trampen ist definitiv eine sehr effektive und billige Fortbewegungsmethode in Tschechien. Beata und ich standen noch keine zwei Sekunden an der Straße und schon hat uns ein netter Mensch bis fast nach Ostrava mitgenommen. Die verbliebenen Kilometer haben wir noch mit dem Bus zurueckgelegt. Die Rueckfahrt war dann genauso fantastisch. Diese Art der Fortbewegung werde ich ab nun wohl oefter betreiben - man spart definitiv einiges an Geld und als arme Freiwillige kann das sehr von Vorteil sein.

Ja und sonst sind auch einige wirsche und krasse Sachen passiert. Die Geschichte von Katka kennt ihr vermutlich fast alle und so hier "in der Oeffentlichkeit" moechte ich kaum darueber berichten. Jana und mir liegt die Sache definitiv noch schwer in den Knochen und von daher ist es jetzt erstmal gut, dass wir nach Deutschland fahren, um davon ein wenig Abstand zu kriegen.

Das letzte Wochenende haben Jana und ich sehr der Weihnachtsvorbereitung gewidmet. Man konnte unser trautes Heim fast schon als Weihnachtswerkstatt bezeichnen - da wurde gebacken, gekocht, getrunken, gebastelt und gepackt. Die Weihnachtsfee Jana hat sich dem Kekse kreiren verschrieben. Ich muss dabei leider zugeben, dass ich mich nur zum verzieren opfern konnte. Und nun sitzen wir auf einem Riesenhaufen Schokocrossies, Keksen, Lebkuchen und allerlei anderen Leckereien, die es nun zu verspeisen oder zu verschenken gilt.

Samstag war ich mit Honza und Jirka auf einem Jazzkonzert. Das war eigentlich sehr nett. Und danach haben wir eine eeeeewiglange Tour am Fluss entlang gemacht. Eigentlich wollte ich ja nach Hause, aber die beiden haben mich dann noch zu einem Spaziergang ueberredet. Im Endeffekt bin ich dann, ich befuerchte, drei Stunden am Fluss entlanggelaufen. Von 22 - 01Uhr. Und am Ende haben wir an irgendeinem See gechillt, Steinchen auf den zugefrorenen See geschmissen und uns an dem dadurch produzierten Geraeusch erfreut. Angetrunken wie wir waren, konnten wir uns von diesem kaum losreißen. Danach war ich natuerlich, wie sollts auch anders sein, total durchgefroren und hab auch noch meinen Bus nach Hause verpasst. Die Zeit fuer den naechsten Bus (eine Stunde) durfte ich dann netterweise bei den beiden ueberbruecken und mit Tee wieder auftauen.

Ansonsten muss ich noch unbedingt von meiner Fernsehkarriere erzaehlen. Ich habe es doch tatsaechlich ins tschechische Fernsehen geschafft (okeee - Regionalsender..). Totem hatte irgendein Treffen, bei dem sie allen Freiwilligen gedankt haben. Dabei war auch ein Fernsehteam und hat alles dokumentiert. Ich dachte, die waeren extra von Totem engagiert worden, um das alles fuer Totem festzuhalten und hab danach natuerlich auch bereitwillig mein erstes tschechisches Interview gefuehrt (ojaa...). Nun kam letzdins freudestrahlend Jana, die arbeitet bei Salesiani, zu mir und berichtete mir, dass sie mich doch im Fernsehen gesehen hat. Ola - ich war auch sehr ueberrascht. Vorallem hab ich voll den Mist erzaehlt und wusste mindestens die Haelfte der Woerter nicht...

NUngut - jetzt muss ich aber unbedingt weiter. Muss heute noch die Wohnung putzen, packen und spaeter zu Bojan nach Prag. Morgen gehts dann unendlich frueh (6Uhr) zum Flughafen und dann ab nach Dortmund - ich freu mich.

Also ich wuensche allen ein ganz famoses Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf tschechisch heißt das dann: Hezky Vanoce a stastny novy rok!

22.12.06 11:49
 


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