Nora 10 Monate in Tschechien
Lachsfarbene Zimmer. Traeume auf Tschechisch. Und allerlei zu tun.

Hallo ihr Lieben,

nun verweile ich schon wieder seit zwei Wochen in Tschechien. Die Zeit in Dortmund ist wie im Flug vergegangen und viel zu schnell saß ich schon wieder im Flugzeug Richtung Prag. Dortmund war grandios. Wirklich wie immer und deswegen einfach ganz famos!

Seit meiner Rueckkehr nach Plzen sind fast schon wieder zwei Wochen vergangen. Mir kommt das gar nicht so vor. Denn auch hier verfliegt die Zeit - ich wuerde fast behaupten, dass ich seit langer langer Zeit mal wieder ein wenig gestresst bin. Durch die lange Pause nach dem Abi, bin ich das schon fast gar nicht mehr gewoehnt. Dennoch muss ich sagen, dass mir mein Leben momentan gefaellt. Ich hasse es, wenn die Zeit stockt und ich das Gefuehl habe, dass nichts passiert. Aber grade passiert irgendwie ein ganze Menge - und das ist gut so.

Das letzte Wochenende z.B. haben Jana und ich damit verbracht unser Zimmer zu streichen. Pepa (unser Hausmeister), sie und ich, haben das komplette Wochenende gestrichen, geputzt und das Zimmer aus-  und wieder eingeraeumt. Jetzt hat unser Zimmer auch die wundervolle Farbe Pastell-Lachs-Orange. Wenn ihr euch jetzt fragt, ob ich einen leichten Schatten habe und auf so interessante Farben stehe, ist das sehr verstaendlich. Hab ich aber nicht. Wir hatten uns eigentlich eine andere Farbe vorgestellt, aber da die Tschechen ihre Farben fuerchterlich viel mit Wasser strecken, ist am Ende halt leider diese Farbe herausgekommen. Nunja - immerhin ist es jetzt schoener als vorher und das ist erstmal die Hauptsache. Pepa hat unser Bad zum Glueck gleich mit gestrichen - das ist jetzt weiß und nicht mehr schimmel-gruen. Im Großen und Ganzen war die Aktion sehr erfolgreich, wuerde ich behaupten. Schon allein, dass wir unser Zimmer von Grund auf gesaeubert haben. Ich hab noch nie so viel Staub gewischt und gestaubsaugt an einem Tag. Ich weiß ich weiß, das spricht nicht grade fuer uns und unsere Putzmethoden (naemlich keine), aaaber bei uns staubt es einfach viel zu schnell zu und wir verruecken ja nicht jedes mal diese riesigen und schrecklich schweren Schraenke. Das dazu. Jana und ich haben uns dann direkt noch eine Lampe gekauft und jetzt fehlt uns nur noch zu unserem Glueck ein Sofa. Das zu bekommen, ist aber gar nicht so einfach...

Waehrend der Woche bin ich mit tausenden Terminen zugestopft. Morgens meist Arbeiten und spaeter noch irgendwelche Konversations-, oder Fotbalek-, oder Sporttermine. Die Arbeit ist nach wie vor sehr cool. Manche macht mehr Spaß, andere weniger. Bei Človiček (dort bin ich jeden Montag) z.B. bin ich die Papierqueen. Jede Woche muss ich Papier selber herstellen (weil ich das ja so gut kann blabla..) - das Papier wird dann anschließend zum Weihnachtskarten basteln und drucken verwendet. Ansich macht diese Handpapier-Produktion auch Spaß, aber jeden Montag das Gleiche?! Zum Glueck ist Weihnachten bald vorbei und danach darf ich mich vielleicht anderen Aufgaben widmen.. Obwohl, dann ist ja auch bald schon Ostern etc. und vielleicht wird dafuer auch Papier benoetigt?!... Dienstags dann verbringe ich meine Zeit weiterhin mit Konversation und bringe den Muettern bei Totem Deutsch und Englisch bei. Spaeter dann geht es zum Bahnfahrjob. Hierbei versuche ich noch immer den Sinn herauszufinden. Das Maedchen naemlich, dass ich betreuen sollte, gibt es nicht mehr (keine Ahnung wieso...) und nun muss ich immer nur als Notfallassistentin einspringen. Ich fahre also dorthin, schaue ob es Arbeit gibt und gehe dann wieder. Ziemlich verschwendete Zeit - aber was solls... Den Mittwoch verbringe ich weiterhin bei Ledovec und arbeite dort in der Weberei. Donnerstags wieder Ledovec, aber dann Švičkarna, Kerzenwerkstatt, und Nachmittags Jugendclub. Und der Freitag ist weiterhin Totem und dem Internetclub gewidmet. Nach diesem Jahr kann ich auf jeden Fall saemtlichen Kreativmist - Kerzen herstellen, Weben, Filzen, Naehen, Toepfern, Papier produzieren und bedrucken,... Schon fast eine halbe Ergotherapeutinnenausbildung. Dieser Beruf wird mir hier auch staendig nahegelegt, aber nein, ich habe mich jetzt dazu entschlossen, erstmal nichts soziales zumachen. Was ich aber stattdessen machen moechte, weiß ich noch immer nicht, aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit...

Also Jobmaeßig ist wirklich noch immer fast alles beim alten. Da ich jetzt langsam Fortschritte mit meinem Tschechisch mache, wird es auch immer leichter, mit anderen zu kommunizieren. Großartig lange Reden halten, kann ich zwar noch nicht, aber ein bisschen was sagen und verstehen, klappt schon ganz gut. Ich traeume auch schon in kleinen Teilen Tschechisch - zumindest behauptet Jana, dass ich manchmal im Schlaf tschechisch spreche. Ich habe jetzt endlich auch meinen Konversationspartner gefunden: Michal. Wir treffen uns jetzt immer Montags und ich versuche Tschechisch zu sprechen und er Deutsch (hat 8 Jahre Deutsch gelernt, aber auch Jahre nicht mehr gesprochen). Das ist definitiv sehr amuesant und fuer mich eine sehr gute Uebung.

Weiterhin kann ich berichten, dass ich ab naechste Woche vermutlich die Fotbalek-Škola, also Kicker-Schule, besuchen werde. Jeden Dienstag kann man in einer Kneipe zwei Stunden ueben und irgendwelche Tricks lernen. Lukas und ich dachten, dass sei eine gute Sache und werden uns von daher dort anmelden. Wir haben hier naemlich großes vor und die Tschechen sind so verdammt gut - das ist unglaublich. Aber die Tschechen haben ja auch eine sehr ausgepraegte Kneipenkultur - sie sind ja nicht umsonst, das Land mit dem meisten Bier- (und auch Gras-) Verbrauch und da ist es kein Wunder, dass sie alle goettlich kickern koennen.

Dieses Wochenende werd ich nach Prostějov fahren, dort lebt Lene aus Berlin. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon sehr, da ich endlich mal wieder raus aus Plzeň muss und andere Teile Tschechiens kennenlernen will. Prostějov ist in der Naehe von Olomuoc und es ist ein ganz schoenes Stueck bis dorthin - 5 Stunden bin ich unterwegs. Aber dennoch, ich bin mir sicher, dass es ganz großartig wird. Sonntag Abend werde ich vermutlich in Prag auf ein Konzert gehen. Das findet im Rahmen des Alternativa Festivals statt. Keine Ahnung, was genau und wie genau das ist, aber Honza (arbeitet bei Ledovec) hat mich dazu ueberredet. Also ich bin gespannt.

Und noch etwas kann ich berichten: Ich werde Ende Januar Langlaufen gehen. Oja - ich bin freu mich, obwohl ich bisher noch nie die Ambitionen hatte, Langlaufen zu gehen (: Aber ich wurde eingeladen und wieso nicht. Wird bestimmt ein großer Spaß und Schnee ist immer gut.

Fein - dann hab ich ja jetzt erstmal wieder genug fuer die naechsten paar Wochen geschrieben.

Ich wuensch euch allen ein hezky vikend und eine schoene Adventszeit und all sowas. Vom 23.12 - 03.01 bin ich in Dortmund. Maunz. Das ist ja schon ganz bald und ich muss mir echt mal Gedanken wegen Geschenken etc. machen...

Jetzt reichts aber. Also machts gut. Bis bald und Ahoj

Nora 

 

1.12.06 10:24


Prostějov. Erkaeltungen. Wenig Schlaf und Regensburg.

Nach einer Woche melde ich mich wieder zu Wort. In der letzten Woche ist viiieeel passiert und somit gibt es eine Menge zu erzaehlen.

Das Wochenende habe ich, wie letzte Woche schon angekunedigt, in Prostějov (das ist in der Naehe von Olomouc) verbracht und ich bin noch immer ganz entzueckt, wenn ich daran zurueckdenke. Es war einfach ganz fantastisch Plzeň mal zu verlassen, andere Menschen zu treffen und neue Dinge zu erleben. Es fing auch schon sehr amuesant an. Und zwar bin ich direkt nach der Arbeit in Richtung Prag aufgebrochen. Bis dorthin bin ich auch ganz ohne Probleme gekommen, aber dann fing es an, problematisch zu werden. Meint ihr, dass ich daran gedacht habe, mir ein Ticket fuer den Bus zu kaufen?! Nein, natuerlich nicht! Aber denke ich daran, dass der Bus voll und ausgebucht sein koennte?! Das natuerlich auch nicht. Da stand ich dann also in Prag und hatte keine Ahnung, wann und wie ich weiterkommen sollte. Ich bin schon saemtliche Moeglichkeiten im Kopf durchgegangen - Zug fahren oder anderen Bus nach Brno oder Olomouc suchen und ab da weiter mit dem Zug. Aber saemtliche Busse waren voll und die naechsten freien fuhren erst wieder am spaeten Abend. Und da es von Prag nach Prostějov ca. 3 Stunden sind, waere das ganz schoen doof gewesen. Dann waere ich naemlich erst irgendwann spaet in der Nacht angekommen und haette Ewigkeiten in Prag rumgehangen. Zug fand ich auch nicht so verlockend - dauert ewig und dazu tausend mal umsteigen. Ich bin dann also zu dem eigentlich schon vollen Bus und habe dort den allerfantastischsten Busbegleiter gefragt, ob ich mitfahren kann, wenn eine Person nicht auftaucht. Das hat dann auch ganz gluecklicherweise geklappt, aber erstmal nur bis Brno. Dort musste ich wieder warten, ob eine Person nicht kommt (Busbegleiter meinte 10% Chance) und dabei hatte ich dann gleich ein zweites Mal Glueck und habe dabei den allerletzten Platz bis Prostějov ergattert. Das Stueck Brno - Prostějov musste ich noch nicht mal bezahlen. Dieser Busbegleiter war einfach so fantastisch - den haett ich am liebsten geheiratet. Aber alle Busbegleiter von Student Agency (Busunternehmen) sind total toll und nett. Sowieso bin ich großer Student Agency Fan - man bekommt Tee, Kaffee und Kakao umsonst, Zeitungen, Filme mit englischen Untertiteln, kann Musik hoeren und all so einen Kram. Sehr famos. Weil dann alles so fantastisch geklappt hat und ich so ein großes Glueckskind bin, bin ich dann wie geplant in Prostějov angekommen und habe dort Lene und Johannes getroffen. Johannes ist auch Freiwilliger und lebt derzeit in Ostrava. Waren dann noch was trinken - was sehr amuesant war. Die beiden haben mich mit viel Berlin-Arroganz beeindruckt. Immer diese Berliner... Sehr krass. Aber ich kenn jetzt hier echt schon fuenf Berliner. Samstag haben wir uns dann ein wenig Prostějov angeschaut und waren dort im juedischen Museum, bis wir dann Abends nach Olomouc sind und Johannes zurueck nach Ostrava. Olomouc ist ein sehr suesses Staedtchen und auch dort konnten wir uns vor Freiwilligen nicht retten. Nachts sind wir dann wieder zurueck in die Metropole Prostějov (50 000 Einwohner) und haben dort bis sechs Uhr morgens bei Lene gechillt und gequatscht. War super nett. Nur bloed war, dass ich am naechsten Morgen ziemlich rechtzeitig wieder aufstehen musste, um zurueck nach Prag zu reisen. Bin dann auch gegen 17Uhr ziemlich fertig in Prag angekommen (dieses Mal ohne Busticket-Komplikationen) und habe mich dort mit Honza, Hora und Thomaš getroffen. Wir sind dann naemlich noch auf ein Konzert gegangen. Irgendwas im Rahmen des Alternativa Festivals. Am Anfang dacht ich noch, dass das total cool werden wird, aber am Ende war ich eher enttaeuscht. Ich habe ein halbes Vermoegen ausgegeben, um den schlimmsten aller schlimmen Musiker zu erleben: ERIC ROSS! Schon mal was von dem gehoert?! Wenn nicht, lasst euch gesagt sein, es ist besser so. Ich weiß noch nicht mal, ob man den Monsieur Musiker nennen kann. Eigentlich hat er die ganze Zeit nur auf seiner E-Gitarre rumgeschrammelt, auf seinem Klavier rumgehauen und noch andere sehr seltsame, elektonische, mir unbekannte Instrumente gespielt... Vermutlich war es das fuerchterlichste was ich je gesehen und, was noch viel dramatischer ist, gehoert habe. Dennoch hatte ich, dank der amuesanten Jungs, sehr viel Spaß und das tollste, die Busfahrt nach Plzeň konnte ich mir sparen - ich wurde naemlich direkt mit dem Auto nach Hause kutschiert. Sehr fein.

Ich hab echt den Eindruck, wo man hinkommt, laufen einem Freiwillige ueber den Weg. Dieses Wochenende z.B. auch schon wieder. Beata und ich werden nach Ostrava reisen, um dort weitere Freiwillige zutreffen. Aber es ist total super. So bin ich immerhin unterwegs, erleb unendlich viel und komm ein wenig raus aus Plzeň. Obwohl mir Plzeň auch schon ein wenig fehlt. Das ist dann jetzt das vierte Wochenende in Folge, an dem ich eigentlich relativ begrenzt Plzeň erlebe. Erst war ich in Dortmund, dann haben wir das komplette Wochenende gestrichen, dann Prostějov und nun Ostrava. Naechstes Wochenende werde ich aber definitiv in Plzeň bleiben. Ist ja schließlich das letzte Wochenende erstmal, bevor ich schon wieder nach Dortmund komme und das wuerde ich dann gerne nutzen um mit Lukas, Beata und Jana ein bisschen Weihnachten zu feiern. Jana und ich haben und auch schon große Dinge vorgenommen: Kekse backen, Pralinen machen, undendlich viel Gluehwein trinken und nur so Weihnachtszeug.

Bei uns sieht es auch sehr weihnachtlich aus. Jana, die Weihnachtsfee, hat alles geschmueckt und ich kann mich kaum retten vor Weihnachtsschnickschnack. Ist aber alles sehr suess und dieser ganze rote Kitsch passt perfekt zu den lachsrosa Waenden.

Ja und was kann ich sonst noch berichten?! Meine Kicker-Karriere wurde nun erstmal auf Eis gelegt. Dienstag wollten Lukas und ich ja die Kicker-Schule besuchen, ABER Lukas hat mich versetzt. Der schwebt naemlich derzeit auf Wolke Sieben und hat fuer anderes nicht so den Kopf. Habe ich aber natuerlich Verstaendnis fuer, zudem war es mir auch ganz recht. Ich bin naemlich derzeit schon wieder krank (da wenig Schlaf und viel Stress und blaa) und deshalb war es sehr nett, den Dienstag Abend zu schlafen, anstatt zu kickern und Bier zu trinken.

Gestern waren wir in Regensburg, mit den Senioren von Totem. War sehr nett. Regensburg ist ein sehr schoenes Staedtchen (wenn man von den viel zu vielen arroganten bayrischen Menschen absieht..) und ich war auch ein bisschen Weihnachtsgeschenkemaeßig aktiv. Allerdings habe ich vermutlich die Haelfte der Zeit mit Handy am Ohr verbracht. Saemtliche Base-Menschen haben angerufen. Aber so eine Chance kann man sich natuerlich nicht entgehen lassen...

Ansonsten haben Jana und ich diese Woche vermutlich das krasseste erlebt. Das erzaehle ich aber lieber persoenlich. Unsere slowakische Mitbewohnerin ist naemlich verschwunden und was darauf passiert ist, oje, fragt mich lieber selber. Nur soviel: Sie ist derzeit im Krankenhaus.

Fein - jetzt habe ich ja schon wieder einen ganzen Roman geschrieben. Wollte ich gar nicht. Eigentlich wollte ich mich fuer meine Konversation am Montag vorbereiten.

Also ich wuensche allen ein krasny vikend! Wuenscht mir Glueck, dass Beata und ich nach Ostrava kommen - wird bestimmt sehr abenteuerlich heute. Alles was ich dazu sage: Wir haben nicht vor Geld fuer Bus- oder Zugtickts auszugeben. Aber keine Sorge. Das ist in Tschechien eine der gaengisten Fortbewegungsmoeglichkeiten.

Liebste Grueße

Nora

8.12.06 10:48


Weihnachten. Unmengen Kekse. Trampen und meine ersten Versuche im tschechischen Fernsehen

Viel ist in letzter Zeit passiert und waehrend ich diese Zeilen tippe, faellt mir auf, wie oft ich doch diesen Satz schon geschrieben habe. Aber hier kommt man ja aus dem Erleben nicht heraus. Da mir jetzt aber kaum die Zeit bleibt, ausfuehrlich zu berichten, reisse ich alles nur einmal kurz an.

Vor zwei Wochen habe ich das Wochenende in Ostrava verbracht, und dabei mal wieder unendlich viele Freiwillige kennengelernt und getroffen. Die Fahrt nach Ostrava war schon ein kleines Abenteuer ansich. Trampen ist definitiv eine sehr effektive und billige Fortbewegungsmethode in Tschechien. Beata und ich standen noch keine zwei Sekunden an der Straße und schon hat uns ein netter Mensch bis fast nach Ostrava mitgenommen. Die verbliebenen Kilometer haben wir noch mit dem Bus zurueckgelegt. Die Rueckfahrt war dann genauso fantastisch. Diese Art der Fortbewegung werde ich ab nun wohl oefter betreiben - man spart definitiv einiges an Geld und als arme Freiwillige kann das sehr von Vorteil sein.

Ja und sonst sind auch einige wirsche und krasse Sachen passiert. Die Geschichte von Katka kennt ihr vermutlich fast alle und so hier "in der Oeffentlichkeit" moechte ich kaum darueber berichten. Jana und mir liegt die Sache definitiv noch schwer in den Knochen und von daher ist es jetzt erstmal gut, dass wir nach Deutschland fahren, um davon ein wenig Abstand zu kriegen.

Das letzte Wochenende haben Jana und ich sehr der Weihnachtsvorbereitung gewidmet. Man konnte unser trautes Heim fast schon als Weihnachtswerkstatt bezeichnen - da wurde gebacken, gekocht, getrunken, gebastelt und gepackt. Die Weihnachtsfee Jana hat sich dem Kekse kreiren verschrieben. Ich muss dabei leider zugeben, dass ich mich nur zum verzieren opfern konnte. Und nun sitzen wir auf einem Riesenhaufen Schokocrossies, Keksen, Lebkuchen und allerlei anderen Leckereien, die es nun zu verspeisen oder zu verschenken gilt.

Samstag war ich mit Honza und Jirka auf einem Jazzkonzert. Das war eigentlich sehr nett. Und danach haben wir eine eeeeewiglange Tour am Fluss entlang gemacht. Eigentlich wollte ich ja nach Hause, aber die beiden haben mich dann noch zu einem Spaziergang ueberredet. Im Endeffekt bin ich dann, ich befuerchte, drei Stunden am Fluss entlanggelaufen. Von 22 - 01Uhr. Und am Ende haben wir an irgendeinem See gechillt, Steinchen auf den zugefrorenen See geschmissen und uns an dem dadurch produzierten Geraeusch erfreut. Angetrunken wie wir waren, konnten wir uns von diesem kaum losreißen. Danach war ich natuerlich, wie sollts auch anders sein, total durchgefroren und hab auch noch meinen Bus nach Hause verpasst. Die Zeit fuer den naechsten Bus (eine Stunde) durfte ich dann netterweise bei den beiden ueberbruecken und mit Tee wieder auftauen.

Ansonsten muss ich noch unbedingt von meiner Fernsehkarriere erzaehlen. Ich habe es doch tatsaechlich ins tschechische Fernsehen geschafft (okeee - Regionalsender..). Totem hatte irgendein Treffen, bei dem sie allen Freiwilligen gedankt haben. Dabei war auch ein Fernsehteam und hat alles dokumentiert. Ich dachte, die waeren extra von Totem engagiert worden, um das alles fuer Totem festzuhalten und hab danach natuerlich auch bereitwillig mein erstes tschechisches Interview gefuehrt (ojaa...). Nun kam letzdins freudestrahlend Jana, die arbeitet bei Salesiani, zu mir und berichtete mir, dass sie mich doch im Fernsehen gesehen hat. Ola - ich war auch sehr ueberrascht. Vorallem hab ich voll den Mist erzaehlt und wusste mindestens die Haelfte der Woerter nicht...

NUngut - jetzt muss ich aber unbedingt weiter. Muss heute noch die Wohnung putzen, packen und spaeter zu Bojan nach Prag. Morgen gehts dann unendlich frueh (6Uhr) zum Flughafen und dann ab nach Dortmund - ich freu mich.

Also ich wuensche allen ein ganz famoses Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf tschechisch heißt das dann: Hezky Vanoce a stastny novy rok!

22.12.06 11:49


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